Im Folgenden CAD Lexikon findet du 971 Begriffsdefinitionen aus dem Bereichen Maschinenbau, Anlagenbau, Rohrleitungsbau, Konstruktion und CAD.

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ACIS

ACIS bezeichnet auch Volumenkernel von Dassault Systems Spatial, der zu einem Quasi-Standard geworden ist und in einer Reihe von bei CAD-Programmen eingesetzt wird. ACIS ist in der objektorientierten Programmiersprache C++ geschrieben und zeichnet sich durch eine offene Systemarchitektur aus. In ACIS können auch Draht- und Flächenmodelle verwaltet und manipuliert werden.
Spatial wurde 1986 gegr√ľndet und entwickelt seitdem den 3D-Modellierkernel.
Ab ACIS Version 6 wurde die Funktion des "toleranten Modellierens" unterst√ľtzt. Dadurch k√∂nnen importierte Modelle mit ungenauer Geometriebeschreibung korrekt weiterverarbeitet werden.
In 2008 wurde der Release-Stand 18 erreicht.

AEC

AEC (Architecture, Engineering, Construction = Architektur, Ingenieurwesen und Konstruktion) Bezeichnung f√ľr Programme aus o. g. Bereich.

ANSI

ANSI (sprich ansi): Diese Abk√ľrzung steht f√ľr American Standards Institute, welches in den USA die Entwicklung freiwilliger Normen f√ľr den privaten und √∂ffentlichen Bereich koordiniert. So sind beispielsweise auch der elektronische Datenaustausch, die Telekommunikation und Programmiersprachen nach solchen Normen geregelt.

ANSI-Zeichensatz

Der "ANSI-Zeichensatz" ist eine Erweiterung des ASCII-Zeichensatz durch die Normungsgremien ISO und ANSI.
Offizielle Bezeichnung: ISO 6937/2
Einsatz unter WINDOWS, Amiga und Archimedes

ASCII

Diese Abk√ľrzung steht f√ľr American Standard Code for Information Interchange. Es handelt sich dabei um einen genormten Code, der f√ľr die rechnerinterne Darstellung von Zahlen und Zeichen verwendet wird. In diesem Code sind 128 Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen in einer bestimmten Reihenfolge jeweils durch ein Byte (also 8 Bit) definiert.

Ablage

Ablage ist in SPIRIT interner Begriff f√ľr Verzeichnis.

Absolute Koordinaten

Absolute Koordinaten sind Koordinatenwerte, die vom Nullpunkt des programminternen Koordinatensystems aus gemessen werden.

Access

Access (deutsch ¬ĄZugriff¬ď oder ¬ĄZugang¬ď) meint den Zugriff auf Daten. Daneben bezeichnet Access auch die Datenbanksoftware von Microsoft Access.

Account

Das englische Wort Account bezeichnet einen Zugang zu einem Online-Dienst. Ein Account ist auch die Benutzerkennung, die zum Login verwendet wird.

Achse

In der Technik versteht man unter einer "Achse" einen l√§nglichen K√∂rper- in der Regel einen mit Zylinderform, der gleichsinnig rotierende K√∂rper oder R√§derpaare - ohne Drehmoment√ľbertragung- verbindet. Im Fachgebiet "Technisches Zeichnen" spricht man von "Drehachsen" (als gedachte Linie um die sich ein Rotationsk√∂rper dreht), "Spiegelachsen" (als die Mittellinie entlang einer symmetrischen Figur) oder "Koordinatenachsen (die Achse eines eines Koordinatensystems).

Achsen

Achsen im Koordinatensystem: Ein zweidimensionales Koordinatensystem besteht aus einer X- und einer Y-Achse, wobei die X-Achse die waagerechte und die Y-Achse die senkrechte Achse darstellt. In einem dreidimensionalen Koordinatensystem erscheint neben der X- auch die Y-Achse als waagerechte Achse: Sie verläuft nicht von rechts nach links, wie die X-Achse, sondern von vorne nach hinten und die Z-Achse von unten nach oben.

Achsendreifuß

Unter dem Achsendreifuß ist ein stilisiertes Koordinatensystem zu verstehen, das in einer perspektivischen oder axonometrischen Zeichnung die Ansichtsperspektive Anordnung der dargestellten Elemente im Verhältnis zum aktuellen Koordinatensystem darstellt.

Adaptives Sampling

Adaptives Sampling ist eine Methode, den Anti-Aliasing-Prozess innerhalb der Grenzen des ausgewählten Bereiches zu beschleunigen.

Adaptivität

Der Begriff Adaptivit√§t steht f√ľr bauteil√ľbergreifende Beziehungen in einem CAD-Modell.

Add-On

Ein Add-On (von engl. to add ¬Ąhinzuf√ľgen¬ď, auf Deutsch ¬ĄErweiterung¬ď) ist ein optionales Modul, das bestehende Hard- oder Software erg√§nzt.

Additives Farbsystem

Dieses Farbsystem basiert auf Lichtfarben, d.h. bei diesem Farbsystem leuchten die Farben selbst (es wird farbiges Licht gemischt; z.B.: Computer- oder TV-Bildschirm). Ausgangspunkt bei diesem Farbmodell sind verschiedene Grundfarben, die √ľberlagert werden. Durch diese √úbereinanderprojektion entsteht ein Gesamtfarbeindruck: je nach Intensit√§t der √ľberlagerten Farben Wei√ü (100 %) bis Schwarz (keine Lichtemission).

Additives Fertigungverfahren - Generatives Fertigungsverfahren

Mit Hilfe von "Additiven Fertigungsverfahren" werden solide K√∂rper (z. B. Musterbauteile oder Kleinserienteile) ausgehend von mittels 3D-CAD erstellter Konstruktionsdaten schichtweise aus Kunststoffen, Fl√ľssigkeiten, Metallpulver, Keramik oder Papier aufgebaut. Die Additiven Verfahren stehen im Gegensatz zu den herk√∂mmlichen, subtraktiven Verfahren, bei denen mittels Bohren, Fr√§sen, Drehen oder Schleifen Material abgetragen wird bis eine gew√ľnschte Form entsteht.
Die Additiven Fertigungsverfahren werden häufig im Rapid Prototyping eingesetzt.

Administrator

Ein Administrator ist ein Systemverwalter. Er wartet, verwaltet und betreut Systeme und hat darauf uneingeschränkten Zugriff.

Advanced Information Technologie - AIT

Advanced Information Technologie in Design and Manufacturing
Diese europäische Organisation ist ähnlich wie ProSTEP eine Initiative zur Koordination der Entwicklungsaktivitäten zwischen DV-Anbietern und -Anwendern.
Primäre Ziele:
1. Definition der Anforderungen der europ√§ischen, industriellen Anwender von Informationstechnologien, die die wichtigsten Belange der DV-Unterst√ľtzung im Bereich des Designs und des Produktionsprozesses umfasst.
2. Abstimmung der Anforderungen von Anwendern und DV-Anbietern
3. Koordination der Entwicklung

AecXML

"AecXML" ist eine XML-basierte Sprache f√ľr die Darstellung von Daten und Informationen in Architektur, Konstruktion und Bauwesen (AEC= Architectural and Engineering Construction)

Algorithmus

Unter einem Algorithmus versteht man allgemein eine genau definierte Handlungsvorschrift zur L√∂sung eines Problems oder einer bestimmten Art von Problemen in endlich vielen Schritten.Im t√§glichen Leben lassen sich leicht Beispiele f√ľr Algorithmen finden: Zum Beispiel ist ein Kochrezept ein Algorithmus ¬Ė zumindest, wenn alle Angaben genau genug sind und es f√ľr alle Teilaufgaben, wie beispielsweise Braten oder R√ľhren, ebenfalls Algorithmen gibt. Auch Reparatur- und Gebrauchsanleitungen oder Hilfen zum Ausf√ľllen von Formularen sind in der Regel Algorithmen. Ein weiteres, etwas pr√§ziseres Beispiel sind Waschmaschinenprogramme.

Aliasing

Aliasing = ungeglättet; diese Option sollte bei exakt senkrechten oder waagerechten oder sehr kleinen Formen (z.B. sehr kleine Schrift) verwendet werden, um die durch das Glätten (Anti-Aliasing) entstehende Unschärfe zu vermeiden.

Analysieren - Analyze

Die Analyse-Funktion ermittelt die Eigenschaften von einem oder mehreren Elementen:
1. die geometrische Daten:
- Lage im Koordinatensystem
- Abmessungen, Länge, Fläche, Volumen
- Winkel, Bogenlänge
- Schwerpunkt
- Flächenmoment, Widerstandsmoment
2. Verwaltungsdaten
- Elementname
- Gruppenzugehörigkeit
- Elementfarbe
- Ebene
- Strichstärke
- Linienart
- Elementtyp (Gerade, Kreis, Kurve, Text, Bemaßung...)
- Modus (Konstruktion, Hilfskonstruktion, ...)
3. Technologische Daten
- Material
- Zustand (Variante A oder B, in Betrieb, ...)
4. Nicht-graphische/ Benutzer-abhängige Attribute
- Textattribute
- Datenbankverkn√ľpfungen

Animation

Animation: Unter einer Animation versteht man Bildfolgen zur Darstellung von Abl√§ufen oder Vorg√§ngen, √§hnlich wie ein Film. Animationen enthalten allerdings in der Regel weniger Einzelbilder (sog. Frames, also Rahmen) als Filme. Trotzdem wird beim Betrachter die Illusion fl√ľssiger Bewegung erzeugt. Als Bildformat sei hier das Animated GIF genannt.

Ankerpunkt

Ankerpunkt ist ein virtueller Punkt auf / in einem Geometrieelement/ Bauteil, √ľber den das Element angew√§hlt, manipuliert oder positioniert werden kann.
In der Regel handelt es sich um einen charakteristischen Geometriepunkt des Elementes (Mittelpunkt, Schnittpunkt, Schwerpunkt, ¬Ö).

Anlagenbau

Der Anlagenbau ist ein technisches Geschäftsfeld, dessen Ziel es ist, technische Anlagen zu realisieren. Der Anlagenbau umfasst verschiedene technische Disziplinen, je nachdem, um welche Art der Anlage es sich handelt. Typische Fachbereiche sind Verfahrenstechnik, Energietechnik, Versorgungstechnik, Produktionstechnik, Maschinenbau und Elektrotechnik. Im Anlagenbau werden technische Komponenten zu einem Gesamtsystem mit genau definierten Aufgaben kombiniert. Die Aufgaben ergeben sich aus dem Gesamtprozess, der mit der Anlage unter vorgegebenen Randbedingungen realisiert werden soll.

Anmerkung

Unter einer "Anmerkung" ist eine Textinformation, die einen Sachverhalt bez√ľglich der Konstruktion, Fertigung, Montage, etc. beschreibt und die auf dem Bildschirm oder auf dem Ausdruck (Zeichnung) ausgegeben wird.
Im engeren Sinn versteht man unter einer Anmerkung eine Textangabe mit Bezugspfeil (zu der zugehörigen Geometrie). Verallgemeinert rechnet man aber alle Texte, Bemaßungen, Symbole dazu.
Anmerkungen k√∂nnen durch Benutzereingaben, durch Automatismen aus der Geometrie (z. B. L√§ngen-, Fl√§chen-, Volumen-, Gewichts-, Tr√§gheitsmomentangaben, Koordinatenz√§hlnummern, ...), anhand von Elementattributen, √ľber Schnittstellen aus einer Datenbank oder von externen Programmen definiert werden.

Anordnung - Mehrfachduplizierung

Die Funktion "Anordnung" erstellt Mehrfachkopien von ausgewählten Elementen in einem linearen bzw. kreisförmigen Muster oder einer Matrix aus Reihen und Spalten.
Die lineare Mehrfachkopie stellt die Wiederholung eines einfachen Kopiervorganges dar.
Bei einer kreisf√∂rmigen Matrix werden die ausgew√§hlten Elemente auf einem imagin√§ren Kreis mit gleicher Teilung angeordnet. Der Anwender muss dabei die Teilung, den Kreisdurchmesser (bzw. Radius), den Rotationswinkel definieren. Zus√§tzlich muss noch angegeben werden, ob die Elemente ihre urspr√ľngliche Ausrichtung beibehalten oder ob sie um den entsprechenden Ursprung gedreht werden sollen.
F√ľr die Matrix aus Spalten und Reihen muss der Anwender x- und y-Abst√§nde der Matrix eingegeben werden. Bei einigen CAD-Programmen kann auch der Winkel zwischen x- und y-Richtung angegeben werden.

Anpassungskonstruktion - √Ąnderungskonstruktion

Unter "Anpassungskonstruktion" wird die √Ąnderung bereits bestehender Konstruktionen zur Beseitigung von M√§ngeln, zur Ber√ľcksichtigung neuer Sicherheits- und Umweltbestimmungen oder zur Anpassung an andere Randbedingungen verstanden.
Bei der "Anpassungskonstruktion" wird das Konzept beibehalten, und das Produkt an geänderte Anforderungen angepasst.

Ansicht

Sie können die grafische Darstellung eines Modells von verschiedenen Positionen im Raum (= Ansichtspunkt) betrachten. Mit der Auswahl einer bestimmten Ansicht legen Sie gleichzeitig auch einen Zoomfaktor und einen Bildschirmausschnitt fest.
Die Ansichten können unter einem Namen gespeichert werden (= benannte Ansicht; in SPIRIT: Blicke), um sie später leichter rekonsturieren zu können.

Ansichtsattribute - Darstellungsattribute

Ansichtsattribute definieren die Eigenschaften, anhand der Elemente in einem Ansichtsfenster dargestellt werden.

Ansichtsfenster - View - Windows - Bearbeitungsfenster - Graphikfenster

Ein Ansichtsfenster ist das Fenster durch das man auf das Modell im Rechner sieht. Es stellt die Sicht von einem bestimmten Standpunkt aus dar und kann das komplette Modell oder nur einen Teilbereich zeigen.

Wichtige Eigenschaften der "Ansichtsfenster" in einem CAD-Programm:
- Es gibt Ansichten , die den Zeichnungsansichten entsprechen: Draufsicht (Top), Seitenansicht von links und rechts, Vorderansicht, R√ľckansicht, ...
- Klapprichtung nach DIN oder nach ANSI
- Der Anwender kann eigene Ansichten definieren, die er in einem eigenen Ansichtsfenster aufrufen kann.
- Anzahl der verf√ľgbaren bzw. gleichzeitig darstellbaren Ansichtsfenster.
- Ansichtsfenster können abgespeichert, verwaltet und aufgerufen werden.
- Ansichtsfunktionen (Zoom-, Pan-Funktionen) sind verf√ľgbar

Ansichtsgebunden - View-Dependent

"Ansichtsgebundene" Elemente erscheinen nur in der Ansicht, in der sie erstellt wurden.
"Ansichtsgebundene" Funktionen, wirken sich nur auf die Darstellung von Elementen (in einer bestimmten (, der aktiven) Ansicht) aus- nicht auf das Modell selbst.

Ansichtskoordinatensystem

Beim Ansichtskoordinatensystem liegt die Fläche, die durch die x- und y-Achse gebildet wird in der Ebene der Ansicht (des Bildschirms). Der Ursprung liegt in einer Ecke des Ansichtsfenster oder kann vom Anwender definiert werden.

Ansichtssteuerung

Ansichtssteuerung ist ein Hilfsmittel zur √Ąnderung des Betrachtungsstandpunktes

Anti-Aliasing

Anti-Aliasing ist ein Verfahren, mit dem der Aliasing-Effekt, d.h. der sogenannte "Treppeneffekt" retuschiert werden kann, der bei schrägen Kanten und Linien von Grafiken entsteht (es handelt sich hierbei um deutlich sichtbare Abstufungen zwischen den einzelnen Pixeln). Durch das Anti-Aliasing-Verfahren werden benachbarte Pixel in einer Zwischenfarbe der beiden angrenzenden Pixel eingefärbt.

Application Service Provider

Ein "Application Service Provider" ist ein Dienstanbieter, der seinen Kunden Soft- und Hardware √ľber das Internet bereitstellt. Der Kunde des ASP kann sich Soft- und Hardware bedarfsorientiert mieten.

Approximationskurve

Zur Approximation von Kurven bzw. Fl√§chen stehen die Verfahren von Coons und Bezier sowie das Verfahren der B- Splines zur Verf√ľgung. Ziel des Approximationsverfahren ist die Bestimmung numerisch einfach zu handhabender N√§herungen f√ľr Kurven bzw. Fl√§chen nach vorher festgelegten Anforderungen (= z. B.: das Nicht√ľberschreiten eines maximalen Abstandes von Punkten, das Einhalten einer Steigung der Tangente am Kurvenanfang und/ oder -ende oder der Neigung einer Tangentialebene am Anfang und/ oder Ende einer Fl√§che und das Einhalten von Kr√ľmmungen an bestimmten Punkten)

Arbeitskoordinatensystem - ACS - Auxiliary Coordinate System

Ein Arbeitskoordinatensystem (=Hilfskoordinatensystem) ist ein Koordinatensystem mit benutzerangepaßtem Ursprung und benutzerangepaßter Ausrichtung, das während einer Sitzung definiert, aktiviert, gespeichert und aufgerufen werden kann.

Arc - Kreisbogen

Der Kreisbogen ist ein Teil der Kreisperipherie. Der Kreisbogen zählt zu den grundlegenden geometrischen Objekten in der Ebene, die in einem CAD-System zum Konstruieren verwendet werden.
Neben den Parametern, die zur Definition eines Kreises erforderlich sind (z. B. Mittelpunkt und Durchmesser oder Radius) ist hier noch die Angabe von Bogenlänge bzw. Segmentwinkel, Startwinkel und Richtung erforderlich.

Archivierung

Ein elektronisches Archivsystem speichert Daten bzw. elektronische Dokumente

- in unveränderbarer Form
- f√ľr kurze Zeit oder auch f√ľr eine lange Dauer
- so dass sie gesucht und nach Bedarf wieder abgerufen werden können

Ein Langzeit-Archivsystem dient der langfristigen, unver√§nderlichen, revisionssicheren Speicherung von archivierungspflichtigen oder archivierungsw√ľrdigen Dokumenten.

"Archivierung" ist zu unterscheiden von dem Begriff "Backup".
Backups dienen zur Absicherung der Systemtechnik. Datenarchivierung bedeutet das Abspeichern von Daten aufgrund der unternehmerischen Anforderungen.

Im CAx-Bereich ist ein elektronisches Archiv zumeist eine Teilfunktion eines Dokumentenmanagementsystems.

Bei den archivierten Dokumenten ist zu unterscheiden in
- none coded information (= neutrales Datenformat, in das die CAD-Dateien umgewandelt werden. Diese Dateien können nach dem heutigen Stand der Technik nicht mit einem CAD-Programm bearbeitet werden)
- coded Information (Dokumente sind im Originaldateiformat abgelegt)

Armatur

Eine Armatur bezeichnet allgemein ein Bedienelement einer Maschine.

Assembly - Zusammenbau

Als "Assembly" wird ein Modul bzw. eine Funktion eines CAD-Systems bezeichnet, mit dem Teilebaugruppen/ Zusammenbauten verwaltet oder Montageuntersuchungen durchgef√ľhrt werden k√∂nnen.

Assoziative

Assoziative Bemaßungen und Schraffuren (in SPIRIT: Verbund-Bemaßung) passen sich Veränderungen der Objekte (Drehen, Verschieben, Dehnen etc.) automatisch an.

Assoziative Ansichten

Assoziativit√§t der Ansichten (z. B. Schnitt, Detail, Gesamtansicht) bedeutet, dass sich Ver√§nderungen, die innerhalb einer Ansicht an der Geometrie durchgef√ľhrt werden, immer direkt auf das Konstruktionsmodell und so auf alle anderen Ansichten auswirken. Die Geometrie in einer Detailansicht-z. B. ist also keine unabh√§ngige Kopie aus einer anderen Ansicht. "Assoziative" Ansichten enthalten die gleichen Geometrieelemente in unterschiedlicher Darstellung.
Ausnahme sind die ansichtsgebundenen (ansichtabhängig erzeugten) Elemente.

Assoziative Bemaßung

Von assoziativer Bema√üung spricht man, wenn der Bezug zwischen Geometrie und Bema√üung nicht nur einmal ausgenutzt wird (n√§mlich beim Auslesen der Ma√üzahl aus der Datenbasis bei der erstmaligen Generierung des Ma√ües), sondern dauerhaft erhalten bleibt. Die assoziative Bema√üung ist Voraussetzung daf√ľr, dass das CAD-System bei nachtr√§glichen Geometrie√§nderungen die Bema√üung automatisch anpasst.

Assoziative Konstruktion

"Assoziative Konstruktion" ist die Grundlage f√ľr Concurrent Engineering Assoziativit√§t bedeutet hier die Herstellung der Beziehung zwischen Konstruktionsmodell und den Prozessen, die zur Entwicklung des Produktes erforderlich sind (durch Kooperation auf Basis einer einheitlichen Datenbasis).

Assoziative Schraffur

Von "assoziativer Schraffur" spricht man, wenn ein dauerhafter Bezug zwischen der Umrandung der schraffierten Fläche und dem Schraffurmuster besteht, so dass das CAD-System bei nachträglichen Geometrieänderungen die Schraffur automatisch anpasst.
Zu beachten ist, dass einige Programme ein eigenes spezielles Umrandungselement √ľber die die Fl√§che begrenzenden Elemente legen. Die Schraffur ist dann nur zu diesem Umrandungsmodell assoziativ. ("Pseudoassoziativit√§t").

Assoziatives Konstruktionselement

Assoziative Konstruktionselemente (Rundungen, Fasen, Hohlkörper, …) entstehen auf Basis vorhandener Elemente. Sie sind demnach vom Grundfeature abhängig und ändern sich entsprechend bei einer Modifikation das Grundelementes mit.

Assoziatives Modellieren

"Assoziatives Modellieren" bedeutet die Verkn√ľpfung der Geometriedefinition mit den Konstruktionsabsichten, die der Teilebeschreibung zu Grunde liegen.
Vorteile:
- Schnelle Produktbeschreibung
-Durchspielen verschiedener Konstruktionsalternativen leicht möglich
-Leichte √Ąnderbarkeit

Ohne Assoziativit√§t wird ein Produkt lediglich geomtrisch beschrieben, daher ist selbst bei kleinen √Ąnderungen eine Wiederholung des Konstruktionsprozesses erforderlich.
Die zentrale Komponente moderner, assoziativer Konstruktionsmethoden ist die M√∂glichkeit, ein Produkt √ľber Bedingungen, Regeln und Geometrien zu beschreiben. Zu den Bedingungen z√§hlen die Geometriema√üe sowie algebraische und geometrische Beziehungen. Regeln sind Festlegungen, wie sich Konstruktionselemente verhalten sollen.

Assoziativität - Associativity

Assoziativität ist die Beziehung (Abhängigkeiten, Gleichungen) von Parametern innerhalb eines CAD-Modells, die eine Konstruktion definieren.

Attribute

Elementen und Gruppen können Attribute zugewiesen werden. Dies sind Werte oder charakteristische Merkmale (Abmessung, Farbe, Material etc.), die dem Element bzw. Objekt zugeordnet sind.

Attribute, graphische - Elementeigenschaften

Grafische Attribute sind die Eigenschaften eines Elementes, die dessen Darstellung am Bildschirm beeinflussen oder die dessen Druckerausgabe steuern oder die dessen √úbergabe √ľber eine Schnittstelle zu anderen Programmen definieren.

Attribute, nicht graphische - Eigenschaften

Mit der Zuweisung nicht-grafischer Attribute kann der Anwender f√ľr Elemente eines CAD-Modells (neben den rein geometrischen Informationen) zus√§tzliche - z. B. technologische und physikalische- Informationen definieren. Diese Informationen lassen sich dann zum Beispiel in einer St√ľckliste ausgeben oder dienen als Hinweis f√ľr der Konstruktion nachgeschaltete Abteilungen in einem Betrieb.

Auflösen

Durch das Auflösen wird ein aus mehreren Objekten bestehendes Element in seine Bestandteile (Blöcke, Linien, Festkörper etc.) zerlegt. Wird ein Block aufgelöst, so bleibt die Blockdefinition bestehen, nur die Blockreferenz wird durch die Bestandteile des Blocks ersetzt. Dieser Vorgang wird in manchen Programmen auch "Gruppierung aufheben" genannt.

Auflösen

Die Funktion "Auflösen" zerlegt ein komplexes Element (wie zum Beispiel einen Polylinienzug, ein Symbol, eine Gruppe) in ihre Bestandteile, d. h. in einfache Objekte.

Aufspalten von Elementen - Zerschneiden

Beim Zerschneiden eines Elementes erfolgt die Aufspaltung in mehrere neue Elemente. Programmintern kann es dabei zu einer Konvertierung des Elementtyps kommen, wenn z. B. ein Rechteck in einzelne Linien zerlegt wird.

Grundsätzlich ist zu unterscheiden:
1. Zerschneiden eines Grundelementes
Dabei einstehen zwei oder mehrere kleinere Teile und die geometrischen Abmessungen der entstandenen Elemente haben sich geändert. (Vor dem Zerschneiden war es eine lange Linie, danach sind es zwei kurze)
2. Auflösen eines komplexeren Elementes
komplexes Element: Elementgruppen, Polygone, Polylinien, Mehrfachlinien, Symbole
Das Trennen eines komplexen Elementes ist das Aufspalten in seine Bestandteile, d. h. in seine Grundelemente. Die geometrischen Abmessungen der Bestandteile ändern sich durch das Aufspalten nicht

Aufstellungsplan

Der Aufstellungsplan umfasst neben den Rohrleitungen die Aufstellung von weiteren Anlagenteilen wie Pumpen, W√§rme√ľbertrager, Druckbeh√§lter, Reaktionsgef√§√üe und andere Anlagenteile.

Augmented Reality - AR - Erweiterte Realität

"Augmented Reality" bedeutet die Anreicherung der realen Sicht eines Menschen mit computergenerierten Zusatzinformationen.
Durch den Einsatz der AR-Technologie werden ergänzend zur realen Welt Informationen aus der virtuellen Welt bereitgestellt. Die Informationen werden in das Sichtfeld des Anwenders eingeblendet. Zum Einsatz kommen dabei Datenbrillen (Head Mounted Display), die ihre Daten von einem tragbaren Rechner (=wearalble-PC) erhalten.
AR-Systeme bestehen aus zwei Komponenten:
- Bildgenerator zur Darstellung der AR-Informationen
- Tracking System, das die Position und Blickrichtung des Anwenders zur korrekten Einbettung der AR-Informationen in die reale Weltsicht erfasst.

Ausblenden verdeckter Kanten

Unter "Ausblenden verdeckter Kanten" versteht man das Entfernen der von Flächen verdeckten Linien in einem 3D-Modell.

Ausformung - loft

Ein Loft ist eine Freiformfl√§che, die √ľber mehrere Profilquerschnitte aufgespannt ist. Anfangs- und Endquerschnitt sind nach Lage und Form exakt bestimmt. Zwischen diesen Querschnitten und √ľber weitere, bei Bedarf zus√§tzlich definierte Zwischenquerschnitte wird die Loft-Fl√§che erzeugt. Eine Leitkurve ist im Gegensatz zur "Extrusion" nicht erforderlich.
Unter "Lofting" versteht man das Erzeugen der Ausformung.

Ausgerichtete Bemaßung - Parallelbemaßung

"Ausgerichtete Bema√üung" ist eine spezielle Bema√üungsform im CAD-Programm. Mit "ausgerichtet" wird ausgedr√ľckt, dass die Ma√ülinie parallel zu der Verbindungslinie zwischen den beiden Punkten, die verma√üt werden sollen, liegt.

Ausgerichtete Gruppe

Mit Hilfe der Funktion "ausgerichtete Gruppe" kann der Anwender mehrere Elemente zueinander oder an einem anderen Element (Linie, Kreis,¬Ö) ausrichten.

Ausrundungsfläche - fillet

Beispiele f√ľr "Ausrundungsfl√§chen":
- Verrundung zwischen zwei topografisch zusammenhängenden Flächen
- Verrundung entlang einer Flächenkante
- Verrundung mit variablem Filletradius
- Verrundung zwischen zwei getrennten Oberflächen
- Verrundung zwischen drei verbundenen Oberflächen mit entfernen einer Fläche

Auswahl - Selektion - Identifizieren

Mit der Auswahlfunktion werden ein/ mehrere Elemente f√ľr eine Bearbeitungs- oder Analysefunktion identifiziert.
CAD-Programme m√ľssen leistungsf√§hige Selektionswerkzeuge bereitstellen, mit denen der Anwender spezielle Elemente aus der Gesamtmenge der Elemente ausw√§hlen kann.
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten um Elemente zu identifizieren:
- durch Name
- anhand von Eigenschaften (Farbe, Strichart, Elementtyp, ...)
- anhand von Attributen, die der Anwender f√ľr Elemente definiert hat
- anhand von Gruppenzugehörigkeiten
- anhand von Ebenen
- durch Anwählen mit dem Zeigegerät (Digitalisierung)
- durch automatische Konturverfolgung (Chaining)
- durch Einschließen in ein Auswahlpolygon (Zaun)

Einige Kriterien f√ľr die Auswahl mit dem Zeigeger√§t:
- Der Anwender muss die M√∂glichkeit haben aus dicht zusammen- oder √ľbereinander liegenden Elementen das gew√ľnscht herauszufiltern.
- Das Programm muss es dem Anwender erlauben aus voneinander (räumlich) unabhängigen Elementen einen Auswahlsatz zusammenzustellen (und diesen auch zu verändern)

In vielen CAD-Programmen kann die Selektionsfunktion mit einer "Fangfunktion" kombiniert werden:
Mit der Auswahl eines Elementes wird auch ein spezieller Konstruktionspunkt des Elementes identifiziert (z.B. ein Linienendpunkt, ein Kreismittelpunkt, eine Kurventangente,...) auf den sich dann die folgende Bearbeitung bezieht. In einigen Programmen muss diese Fangfunktion explizit aktiviert werden, bei anderen wiederum geschieht dies automatisch.

Wichtig ist f√ľr den Anwender, dass er eine ausreichende optische R√ľckmeldung am Bildschirm angezeigt bekommt, welche Elemente selektiert wurden. Hier gibt es von Programm zu Programm unterschiedliche Methoden:
- ausgewählte Elemente blinken
- ausgewählte Elemente wechseln die Farbe
- ausgewählte Elemente wechseln die Strichart
- ausgewählte Elemente werden mit Markierungen (=Grifffen, Handles) hervorgehoben

Auswahlnavigator

Auswahlnavigator dient zum gezielten Selektieren von √ľbereinanderliegenden bzw. nicht sichtbaren Objekten.

Auswahlpolygon - Zaun

Ein Auswahlpolygon ist eine mehrseitiger geschlossener Linienzug (meistens ein Rechteck), der einen Bereich im Ansichtsfenster zur Auswahl von Elementen f√ľr eine sp√§tere Bearbeitung markiert. Diese Markierung kann Punkt f√ľr Punkt definiert werden oder im Fall des Rechtecks mit der Maus √ľber die zu bearbeitenden Elemente " aufgespannt " werden.
In AutoCAD gibt es folgende Funktionalität: Wird der Mauszeiger beim Aufspannen des Auswahlbereichs von links nach rechts gezogen, werden alle Elemente in den Auswahlsatz aufgenommen, die sich innerhalb des Rechtecks befinden. Wird der Bereich dagegen von rechts nach links aufgezogen, umfasst der Auswahlsatz zusätzlich auch die Elemente, die das Rechteck schneiden

Auswahlsatz - Selectionset

Ein Auswahlsatz kann aus einem Element oder mehreren Elementen bestehen. Diese (in der Regel temporäre) Elementgruppe kann anhand bestimmter Attribute (Farbe, Ebene, Name, ...) oder durch Auswahl mit dem Mauszeiger zusammengestellt werden. Auf diesen Auswahlsatz können dann eine oder mehrere CAD-Funktionen angewendet werden.

Auswahlvoransicht

Ein grafischen Element wird hervorgehoben (farbliche √Ąnderung, Dicken√§nderung, ¬Ö) wenn der (Maus)Zeiger gerade √ľber ihm steht. Dadurch erh√§lt der Anwender den Hinweis, dass das Objekt ausgew√§hlt werden kann.

AutoCAD

AutoCAD ist ein CAD-Programm der Firma Autodesk.
Das Programm ist Marktf√ľhrer bei Konstruktionsprogrammen im Low-End- bis Mid-Range-Bereich. Es hat sich zu einem Quasistandard bei CAD-Programmen auf Intel-kompatibelen PCs entwickelt.

AutoCAD Runtime Extension - ARX

Mit der Programmiersprache ObjectARX (einem eingetragenen Warenzeichen der Firma Autodesk) kann das CAD-Programm AutoCAD um benutzerspezifische Objekte (graphische und nicht-graphische) erweitert werden.

AutoTrack

"AutoTrack" ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma Autodesk.
Mit Hilfe von AutoTrack k√∂nnen Elemente in einem bestimmten Winkel oder in einem bestimmten Verh√§ltnis zu anderen Geometrieelementen erstellt werden: Bei dieser Funktion werden -ausgehend von einem aktivierten Konstruktionspunkt- Hilfslinien in einem bestimmten Winkel bzw. in einer vom Kontext abh√§ngigen Richtung angezeigt. Diese (dynamischen) Hilfslinien unterst√ľtzen den Anwender bei der Definition von Konstruktionspunkten f√ľr neue Elemente.

Autodesk

Autodesk ist Anbieter verschiedener CAD-Programme. Unter anderem: AutoCAD, Inventor, 3ds Max usw.

Autodesk Device Interface - ADI

ADI ist die Schnittstellenspezifikation zur Entwicklung von Ger√§tetreibern f√ľr Peripherieger√§te, damit diese mit den verschiedenen Autodesk-Programmen kommunizieren k√∂nnen.

Availibility - Verf√ľgbarkeit

Die "Verf√ľgbarkeit" ist die Wahrscheinlichkeit, mit der ein (IT-)System (Hardware, Software, Services, Funktionen oder Daten) definierte Anforderungen innerhalb eines vereinbarten Zeitraumes erf√ľllt.

Avatar

Ein Avatar ist eine Figur, die elektronisch erzeugt wird. Sie hat in Chats die Funktion, die Teilnehmer zu veranschaulichen.

add - Material hinzuf√ľgen

Die CAD-Funktion "Material hinzuf√ľgen" z√§hlt zu den Boolschen Grundoperationen in der 3D-Volumenkonstruktion

alphanumerischer Dialog

Die alphanumerische Eingabe dient der √úbergabe von Parametern, Kommandos, Koordinaten, ¬Öan das CAD-Programm in Textform oder √ľber Zifferneingabe. Die Eingabe kann √ľber eine angeschlossene Schreibmaschinentastatur oder √ľber Handschrifterkennung in eine Dialogzeile oder in ein Eingabefeld am Bildschirm erfolgen.
Die alphanumerische Ausgabe zeigt Eingabeparameter, Ergebniswerte oder Fehlermeldungen

analytisch exakt beschreibbare Objekte

Bei der rechnerunterst√ľtzten Erfassung geometrischer Formen unterscheidet man zwischen Geometrien, die sich durch analytische Ausdr√ľcke exakt und Geometrien, die sich nur durch N√§herungsmethoden (Interpolation und Approximation) beschreiben lassen.
Analytisch exakt beschreibbare Objekte lassen sich wie folgt einteilen:
1. Ebene (zweidimensionale) Elemente
1.1. mit geradlinigen Begrenzungselementen
Linien, Dreiecke, Rechteck, Quadrat, Trapez, Raute, Polygone ( Hexagon, Oktagon,), ¬Ö
1.2. mit krummlinigen Begrenzungselementen
Bogen, Kreissegment, Kreissektor, Kreis, Ellipse, Parabel, Hyperbel, Evolvente, Zykloide, ¬Ö
2. Räumliche (dreidimensionale) Elemente
2.1. mit geradlinigen Begrenzungselementen
Quader, W√ľrfel, Pyramide(nstumpf), Polyeder (Tetraeder, Pentagoneder), ¬Ö
2.2. mit einfach-gekr√ľmmten Begrenzungselementen
Zylinder, Kegel(stumpf), schräg abgeschnittener Kegel, …
2.3. mit zweifach-gekr√ľmmten Begrenzungselementen
Kugel(abschnitt), Ellipsoid, Hyperboloid, Paraboloid, Torus, Tonne, ¬Ö

analytisch nur näherungsweise, nicht exakt beschreibbare Objekte

Bei der rechnerunterst√ľtzten Erfassung geometrischer Formen unterscheidet man zwischen Geometrien, die sich durch analytische Ausdr√ľcke exakt und Geometrien, die sich nur durch N√§herungsmethoden (Interpolation und Approximation) beschreiben lassen. Diese analytisch nicht beschreibbaren geometrischen Objekte (Kurven und Fl√§chen) dienen vorwiegend der Geometriebeschreibung im Flugzeug-, Schiffs- und Maschinenbau. FolgendeAnforderungen werden an die Verfahren f√ľr die Darstellung von Kurven und Fl√§chen gestellt:
Kurven oder Flächen sollen durch wenige, leicht bestimmbare Parameter beschrieben werden.
Die Kurve oder Fläche soll durch Variieren der Parameter in Teilbereichen oder auch im gesamten Verlauf änderbar sein.
Das √Ąndern der Parameter soll einen st√ľckweise "glatten" Kurvenverlauf erm√∂glichen.
(mit stetig änderbarer Tangente/ Tangentialebene)
Es soll möglich sein, Knickstellen innerhalb des Kurvenverlaufs zu definieren
Damit ein "glatter" Verlauf gewährleistet werden kann, muß die Kurve oder Fläche mehrfach differenzierbar sein.
Es soll m√∂glich sein, gerade Kurven- bzw. ebene Fl√§chenst√ľcke zu erzeugen.
Schnittpunkte bei Kurven bzw. Durchsto√üpunkte (Durchdringungskurven) bei Fl√§chen m√ľssen berechenbar sein.
Kurven oder Fl√§chen sollen einfach und stetig aneinanderf√ľgbar sein.
Kurven oder Flächen sollen beliebig im Raum transformierbar und darstellbar sein.
Es soll möglich sein, Kurven bzw. Flächen zu beschreiben, deren Tangenten bzw. Tangentialebenen parallel zu den Koordinatenachsen bzw. -ebenen verlaufen.
Kurven und Fl√§chen sollen ohne √Ąnderung der urspr√ľnglichen Form teilbar sein.