Im Folgenden CAD Lexikon findet du 971 Begriffsdefinitionen aus dem Bereichen Maschinenbau, Anlagenbau, Rohrleitungsbau, Konstruktion und CAD.

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HPGL

Standardisiertes Datenformat fĂŒr die Übergabe grafischer Daten, mit dem AusgabegerĂ€te (z. B. Plotter) angesteuert werden können. Das HPGL-Format ist ein Quasi-Standard bei der Ansteuerung von AusgabegerĂ€ten. Siehe auch: HPGL/2.

HPGL/2

Verbessertes Datenformat fĂŒr die Übergabe grafischer Daten mit automatischer Datenkomprimierung und damit einer Beschleunigung der Ausgabezeiten.

HSB-System

HSB-System ist ein Farbmodell, das nicht durch Farben, sondern anhand des Farbtons, der SĂ€ttigung und der Helligkeit beschrieben (engl. hue, saturation, brightness) wird: Der Farbton wird durch seine Position (Angabe des Winkels) auf einem Farbkreis bestimmt. Die SĂ€ttigung - d.h. die Reinheit der Farbe - wird anhand des Farbkreis-Radius ermittelt: Am Ă€ußeren Rand des Farbkreises liegt der Farbton in seiner reinsten Form vor, die zur Mitte des Farbkreises hin abnimmt. Die Helligkeit beschreibt die AnnĂ€herung zu Schwarz bzw. Weiß: Je niedriger der Wert der Helligkeit, desto grĂ¶ĂŸer der Schwarzanteil der Farbe, oder umgekehrt.

HTML

HTML steht fĂŒr HyperText Markup Language.
HTML dient in erster Linie zum Erstellen der WWW-Seiten im Internet.
Es handelt sich dabei um eine Sprache, die mit Hilfe von SGML (Standard Generalized Markup Language) definiert wird.
HTML ist ein sogenannte Auszeichnungssprache (Markup Language). Sie hat die Aufgabe die logischen Bestandteile eines Dokumentes zu beschreiben. Als Auszeichnugssprache enthĂ€lt diese Sprache daher Elemente zum Markieren typischer Bestandteile (AbsĂ€tze, Überschriften, Tabellen, ...) eines Dokumentes. Eine der wichtigsten Eigenschaften von HTML stellt die Möglichkeit dar, Verweise (=Hyperlinks) zu anderen Informationen (Dokumente, Textstellen, Bilder, ...) zu definieren

HTML-Export

Die HTML-Export- Funktion dient zur Publikation von CAD-Dateien im Internet/ Intranet.
Die CAD-Daten(formate) - Zeichnungen, Symbolbibliotheken- werden in ein mit einem WWW-Browser abrufbares Bitmap- oder Vektor-Datenformat konvertiert und in den HTML-Code einer Webseite eingebunden.

Handle - Griff - Anfasser - Markierung - Kontrollpunkt

Als "Griffe" werden die kleinen (meist quadratischen) Markierungen genannt, die an einem grafischen Element erscheinen, wenn es selektiert wurde und ĂŒber die das Element manipuliert werden kann.

Haptisches EingabegerÀt

"Haptisch" steht fĂŒr "greifbar" bzw. "den Tastsinn betreffend"
Mit einem Haptischen EingabegerĂ€t soll ein virtuelles 3D-Modell wie ein Tonklumpen modelliert (virtuelle Modelliermasse) werden können. Der Anwender kann einen - am Ende eines Schwenkarmes- kardanisch gelagerten Stift bewegen. Diese Bewegung wird im virtuellen Raum am Bildschirm umgesetzt. Bei der BerĂŒhrung des virtuellen Modells verspĂŒrt der Anwender einen Widerstand. Die Idee zu dieser Eingabeform entstammt der Flugsimulation. Hier erhĂ€lt der "Pilot" ein mechanisches Feedback in seinem SteuergerĂ€t (Vibration, Widerstand, …) auf simulierte FlugzustĂ€nde.
Das Haptische EingabegerĂ€t besitzt Funktionen fĂŒr das Entfernen / HinzufĂŒgen von Volumen, das Verformen von Modellen. Der Anwender kann z. B. Bohren, Dellen oder Rillen in das Modell einbringen oder Beulen oder Ausbuchtungen erzeugen.

Hard Prototyping - Physischer Prototypenbau

Hard Prototyping bedeutet die Erstellung eines physischen Modells- im Gegensatz zum Soft Prototyping, bei dem nur ein virtuelles Modell im Rechner vorhanden ist.
Das Bauteil entsteht durch einen generativen Prozess ( -->durch ZusammenfĂŒgen von Material) auf Basis eines 3D-CAD-Modells. Aus den CAD-Dateien werden STL-Files abgeleitet, in denen die Modelle trianguliert dargestellt werden. Eine spezielle Software zerlegt dieses Modell anschließend in Scheiben. Der physische Prototyp wird daraus Querschnitt fĂŒr Querschnitt aufgebaut.

Hardware

Unter dem Begriff Hardware versteht man, vereinfacht ausgedrĂŒckt, alle Teile der EDV, die man anfassen kann.

Hatch - Schraffur - Bemusterung

In technischen Zeichnungen werden SchnittfÀchen des dargestellten Objektes durch Schraffuren gekennzeichnet.
Bei den verschiedenen CAD-Programmen gibt es sehr unterschiedlich leistungsfĂ€hige Schraffurfunktionen. WĂ€hrend beim einen Programm die Grenzelemente der SchraffurflĂ€che einzeln und nacheinander identifiziert werden mĂŒssen genĂŒgt beim anderen ein Mausklick in die SchnittflĂ€che und das Programm ermittelt selbstĂ€ndig die Umgrenzung. Auch gibt bei den verschiedenen Programmen sehr große Performance-Unterschiede. Der Schraffuralgorithmus ist sehr vom vorhandenen Datenmodell des CAD-Systems abhĂ€ngig.
Die Schraffur sollte vom CAD-Modell des abgebildeten reellen Bauteils unterschieden werden können, da es sich um kein Geometrieelement handelt, sondern um ein Hilfsmittel zur Darstellung .
Wichtig zur Beurteilung der Schraffurfunktion in einem CAD-Programm sind folgende Aspekte:
- Arten (Material)
- normgerechte Darstellung
- frei wÀhlbares Schraffurmuster, Darstellung oder Farbe
- assoziativ zur FlÀchenberandung
- automatisch (Tracen oder flood oder durch Schnittgenerierung)
- BerĂŒcksichtigung von Geometrieinseln (Bohrungen) innerhalb der SchraffurflĂ€che
- automatische Aussparungen fĂŒr Text, der sich in der SchraffurflĂ€che befindet
- nachtrÀgliche Editierbarkeit
- Performance (Schnelligkeit) des Schraffurvorganges
- Genauigkeit und ZuverlÀssigkeit insbesondere bei komplexeren FlÀchen
- Ermittlung der Umgrenzung anhand bestimmter Elementattribute (nur Volllinien z. B.)
- Elementart (Einzellinien oder ein spezielles Element --> DateigrĂ¶ĂŸe)

Healing

Unter "Healing" versteht man die Datenreparatur komplexer 3D-Modelle.
Intelligente Korrekturalgorithmen beseitigen system- und konstruktionsbedingte Geometriefehler wie z. B. Überlappungen, LĂŒcken sowie Mini-Elemente, sorgen fĂŒr die einheitliche Orientierung der FlĂ€chenvektoren und fĂŒhren die Reduzierung von Multipatch-FlĂ€chen und die Erzeugung von Topologie durch. FlĂ€chenverbĂ€nde können zu Solids vernĂ€ht werden.

Hewlett Packard Graphics Language - HPGL

"Hewlett Packard Graphics Language" ist eine Beschreibungssprache fĂŒr Zeichnungen und Vektorgraphiken.
HPGL ist eine vektorbasierte Programmiersprache zur Ansteuerung von Plottern, deren Befehle aus zwei Buchstaben und einigen Zahlen bestehen (z. B.: CI50 = Zeichne einen Kreis mit Radius = 50).
HPGL wurde mit den FÀhigkeiten der AusgabegerÀte weiterentwickelt. Bei HPGL/2 erfolgte die Anpassung an die Tintenstrahltechnologie, die keine Vektoren zeichnet, sondern Rasterbilder.
HPGL wird auch zum Datenaustausch zwischen verschiedenen CAD-Systemen benutzt.

Hidden Line - Verdeckte Kante

Unter "verdeckte Kanten" sind solche Körperkanten zu verstehen, die aus der Sicht des betrachtenden CAD-Anwenders hinter FlÀchen oder Volumina liegen und dadurch durch diese verdeckt werden. Normalerweise werden diese Körperkanten bei einem Drahtmodell genauso am Bildschirm dargestellt wie die sichtbaren Kanten.
Die "Hidden Line"-Funktion eines CAD-Programms blendet unsichtbare (verdeckte) Kanten eines WerkstĂŒckes bei einem FlĂ€chen- und Volumenmodell aus. Bei allen anderen CAD-Modellen geht das nur interaktiv, d. h. dem System muss angegeben werden, welche Linien gelöscht werden sollen. Bei einigen CAD-Programmen ist es auch möglich, die verdeckten Kanten in einer anderen Strichart (gstrichelt) oder anders farbig darzustellen statt sie auszublenden.
Zu unterscheiden sind dabei Programme, die die verdeckten Kanten nur fĂŒr die Darstellung am Bildschirm oder fĂŒr die Plotter-Ausgabe ausblenden und Programme, die zur Darstellung eines Hidden-Line-Modells ein eigenes Modell erzeugen mĂŒssen. Im ersten Fall ist die Hidden-Line-Darstellung assoziativ zum CAD-Modell, d. h. Änderungen am Modell schlagen sich sofort auf die Hidden-Line-Darstellung durch. Im zweiten Fall wird der Update einer Hidden-Line-Darstellung nur durch eine komplette Neuberechnung erreicht.

Hilfslinie - Construction line - Konstruktionslinie

Die Hilfslinientechnik in der CAD-Anwendung ist aus dem manuellen technischen Zeichen ĂŒbernommen und findet sich hauptsĂ€chlich in 2D-Programmen oder Skizzenmodulen.
Hilfslinien sind in der Regel unendlich lange Gerade, die nicht Bestandteil der Bauteilgeometrie sind- also nicht zum Konstruktionsmodell gehören. Sie dienen als geometrische Referenz oder optische Hilfe bei der Definition einer Teilekontur.
Mit Hilfe der Fangfunktion können bestimmte Punkte auf den vom Anwender definierten Hilfslinien fĂŒr die Konstruktionserstellung verwendet werden.
Zu den Hilfslinien zÀhlen auch die Linien eines Gitternetzes, das vom Anwender eingeblendet / aktiviert werden kann, wodurch nur Punkte eines bestimmten Rasters digitalisiert werden können.

Hilfslinien

Wie auch das Raster dienen Hilfslinien in Grafik- und Bildbearbeitungsprogrammen der Positionierung von Objekten. Die Darstellung der Hilfslinien kann nach Bedarf an- oder ausgeschaltet werden. Die Hilfslinien werden beim Drucken der Datei nicht mitgedruckt.

Hit Radius - Fangradius

Der "Fangradius" ist die charakteristische GrĂ¶ĂŸe fĂŒr die "Empfindlichkeit" der Fangfunktion.
Der Fangradius legt die GrĂ¶ĂŸe des aktiven Bereichs fest, innerhalb dessen die Fangfunktion auf spezifische Punkte reagiert.
Bei einigen CAD-Programmen ist dieser Fangradius auch um das Fadenkreuz sichtbar, so dass der Anwender leicht erkennen kann, ob ein Punkt innerhalb des aktiven Bereichs liegt.

Hohlkehle

Operationen an vorhandener Geometrie: Eine Verrundung entsteht durch das Abrollen einer Kugel entlang einer Innenkante zweier FlÀchen. Dadurch entsteht eine tangentenstetige dritte FlÀche, die die beiden anderen verbindet.

Hybridmodell

Unter einem Hybridmodell wird ein CAD-Modell verstanden, das sich aus Daten unterschiedlicher Herkunft zusammensetzt. z.B.: Raster- und Vektordaten, 2D- und 3D-
Geometrien.
Dieser Begriff wird auch hÀufig bei einem CAD-System verwendet, das Geometrieoperationen sowohl auf Volumen als auch FlÀchen anwenden kann. Hier können z. B. FlÀchen und Volumen verschmelzen, oder es können einzelne FlÀchen eines Volumens manipuliert werden.
Ein CAD-System mit einem Hybridkern vereint die Möglichkeiten der Volumenmodellierung und die der Gestaltungsfreiheiten eines FreiformflÀchenmodells. Die unterschiedlichen
mathematischen Beschreibungen von Volumen- und FreiformflÀchenmodell werden im
Hybridmodell "vereint".

Hyperbel

Eine Hyperbel ist ein Geometrieelement in CAD-Programmen.
Mathematische Definition:
Die Hyperbel ist die Menge aller Punkte der Ebene, deren Entfernungen von zwei festen Punkten (den Brennpunkten) eine konstante Differenz ergeben.
Die Hyperbel ist eine Linie, die sich an zwei Geraden, die in einem beliebigem Winkel zueinander stehen, annÀhert.

HĂŒllvolumen

HĂŒllvolumen ist der Raum, den ein Teil bei seiner Bewegung beansprucht.
CAD-Programme können dieses HĂŒllvolumen optisch darstellen